Erziehungsstile


Gerade bei der Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter gilt es im Vorfeld die Prioritäten bei der Erziehung zu klären. Vermutlich gibt es genauso viele Erziehungsstile, wie es Eltern gibt. Niemals kann es für die Begleitung eines Kindes eine perfekte Anleitung geben, die für jedes Problem, für jede Frage eine angemessene und vor allem „richtige“ Antwort gibt.

Dennoch haben die meisten Eltern natürlich eine Vorstellung davon, welche Werte sie ihrem Kinde mit auf den Lebensweg geben wollen und welches Verhalten sie ihm vorleben und nahe bringen möchten. Diese decken sich in unserer Gesellschaft zwar grob gesehen, wenn man einfach mal zugrunde legt, dass man anderen keinen körperlich Schaden zufügt und dass man das Eigentum anderer achtet.

Das beginnt schon im Kindergarten, wo die Kleinen lernen, dass sie Rücksicht aufeinander nehmen müssen. Wie man mit Besteck isst, dass man das Spielzeug, das man benutzt hat, sorgfältig behandelt und nach dem Spielen an seinen Platz zurücklegt. Kinder lernen, sich vor dem Essen die Hände zu waschen und nach dem Essen die Zähne zu putzen und, und, und.

Leider genügt es aber nicht, den Kindern diese Dinge einmal mitzuteilen, sondern im Gegenteil, immer wieder muss man ihnen in vielen verschiedenen Situationen vorleben, was eigentlich damit gemeint ist. Eltern machen das ganz automatisch, weil es zu ihrem eigenen Lebensverständnis gehört. Wir ein Kind einen Teil des Tages bei einer Tagesmutter verbringen, wird es genauso automatisch auch von den Werten und Vorstellungen dieser Familie geprägt. Aber jeder Erwachsenen ist selber unter einem eigenen Erziehungsstil aufgewachsen, den er natürlich auch so weitergibt.

Erziehungsstile abklären

Welche Prioritäten Eltern in der Erziehung setzen, sollte unbedingt ein Thema sein, bei den Erstgesprächen mit der Tagesmutter. Möglicherweise wollen Eltern ihr Kind betont christlich erziehen, dann legen sie sicher Wert auf Tischgebete und andere Rituale. Eine Tagesmutter muss dazu Stellung beziehen. Gehört sie vielleicht einer anderen Religion an, könnte das unter Umständen zu Problemen führen (oder zu einem verbesserten Verständnis unterschiedlicher Glaubensrichtungen). Umgekehrt kann es natürlich auch sein, dass Eltern überhaupt keiner Religion angehören und auch nicht möchten, dass ihre Kinder in einen Glauben eingeführt werden.

Sprechen Sie auch über scheinbar Belangloses

In Familien geht es unterschiedlich streng bzw. locker zu. Das drückt sich schon in der Sprache aus, in der Art und Weise, wie man miteinander kommuniziert. Auch dies ist ein wichtiger Punkt, über den sich Eltern und Tagesmutter einig sein müssen. Die Art und Weise, wie ein Verbot, eine Erlaubnis oder eine Sanktion auszusehen hat, muss im Vorfeld geklärt werden. Schläge in der Kindererziehung sollten ohne Einschränkung Tabu sein. Doch auch Missachtung oder Ausgrenzung, bei unerwünschtem Verhalten, kann sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Sprechen Sie mit der Tagesmutter jede erdenkliche Situation durch. Das gibt Ihnen das Gefühl, an alles gedacht zu haben und der Tagesmutter wichtige Informationen darüber, wie sie Ihrem Kind das Gefühl vermitteln kann, dass es bei ihr genauso behandelt wird wie zu Hause bei Ihnen.

In der Theorie gibt es auch unterschiedliche Erziehungsstile. Die Wikipedia ist hier eine gute Anlaufstation für weitere Informationen.

2 Kommentare zu Erziehungsstile

  1. Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen.Vielen Dank für die tollen Informationen. Find ich super das man sich für Kinder einsetzt.

    Gruß Sandra

  2. Vielen Dank für den Artikel. Eine Anmerkung zu dem „scheinbar Belanglosen“: Auf unerwünschtes Verhalten sollte generell nicht mit Missachtung oder Ausgrenzung reagiert werden. Vielmehr sollte mit dem Kind gesprochen werden. Zuallerst jedoch sollte das eigene Verhalten (also das von Mutter/Vater bzw. Tagesmutter/Tagesvater) reflektiert werden.

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