Schlafen bei der Tagesmutter – Das Gitterbett


Ein stabiles Gitterbett gehört zur Grundausstattung einer Tagesmutter, die Säuglinge und Kleinkinder betreut.

Mehr und mehr Eltern entscheiden sich dafür, ihr Kind in den ersten Jahren – bevor es in den Kindergarten geht – von einer Tagesmutter betreuen zu lassen und nicht in einer Kinderkrippe. Das hat den Vorteil, dass die Betreuung viel individueller ist. Dadurch, dass maximal fünf Kinder bei einer Tagesmutter sein dürfen, hat die Tagesmutter mehr Zeit, sich um die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes zu kümmern. Eltern legen zusätzlich Wert darauf, dass die Tagesmutter richtig ausgestattet ist. Sie suchen gezielt nach Tagesmüttern, die für die ganz Kleinen entsprechende Ausstattung vorhalten, wie beispielsweise das Gitterbett für den Mittagsschlaf, ein Spielzimmer mit altersgerechtem Spielzeug oder ausreichend Sitzplätze in der Küche, um die Mahlzeiten einzunehmen.

Gitterbetten – bis ins späte Kindergartenalter ideal

Tagesmütter sind daher bestrebt, ihre Wohnung entsprechend einzurichten. Dabei gehört das Gitterbett zu den Klassikern. Es bietet vor allem viel Sicherheit, damit das Kind seinen gewohnten
Mittagsschlaf
halten kann. Dort können Babys nicht einfach herausfallen, wenn sie sich im Schlaf umdrehen. Das Gitterbett bietet zudem den Vorteil, dass das Baby nicht in einem vollständig geschlossenen Bett, liegt, umgeben von vier Wänden. Dadurch ist für ausreichend Luftzufuhr gesorgt. Da das Platzangebot in den meisten Wohnungen nicht unendlich ist, kann eine Tagesmutter für fünf Babys oder Kleinkinder auch nicht fünf große Betten vorhalten. Die Variante Gitter-Kinderbett ist daher besonders praktisch, weil es sie in einem kleineren Format gibt. Eine normale Kinderbettmatratze misst 70 x 140 cm, die kleinere Varianten 60 x 120 cm. Bei allnatura gibt es Babybetten, die hochwertig und aus Massivholz gefertigt sind. Mit den herausnehmbaren Gitterstäben erlangt das Kleinkind später mehr Freiheit. Die Größe der normalen Babybetten begleitet die Schützlinge bis ins Kindergartenalter.

Was sonst noch zu beachten ist

Tagesmütter, die sich eine Ausstattung für mehrere Kinder anschaffen, sollten dabei auf verschiedene Dinge achten. Sie machen die Arbeit mit den Kindern später leichter.

  • Höhenverstellbares Gitterbett

Viele Gitterbetten sind höhenverstellbar. Die Matratze lässt sich auf verschiedenen Ebenen einlegen. Das hat den Vorteil, dass Säuglinge relativ hoch schlafen können und die Betreuungsperson sich nicht so tief bücken muss, um das Baby aus dem Bett zu nehmen. Wird das Baby mobiler und fängt an zu sitzen und sich überall hochzuziehen, ist es an der Zeit, die Matratze tiefer einzulegen, sodass das Kind nicht aus dem Bett fallen kann, bis die Matratze schließlich ganz unten ist.

  • Umbaubares Gitterbett

Viele Gitterbettmodelle bieten die Möglichkeit, sie später zu einem Juniorbett umzubauen. Dazu lassen sich einfach die Seitenteile des Bettes austauschen. Für Tagesmütter ist diese Möglichkeit interessant, wenn sie Kinder über das Kindergartenalter hinaus und auch über Nacht betreuen, was bei Elternteilen, die in Schichten arbeiten müssen, durchaus der Fall sein kann. Oft kommt es auch vor, dass die Tagesmutter Kinder verschiedener Altersgruppen gleichzeitig betreut.

  • Schadstoffbelastung

Da die Gitterbetten bei einer Tagesmutter für einen langfristigen Gebrauch ausgelegt sind, ist auf entsprechende Qualität zu achten. Der Lack sollte unbedenklich sein, sodass sich keine Schadstoffe herauslösen können, wenn die Kleinen mal an den Gitterstäben lutschen.

Die Ausstattung für das Gitterbett

  • Die Matratze

Bei der Auswahl des Bettes ist die Qualität der Matratze sehr wichtig. Sie sollte über folgende Eigenschaften verfügen:

    • fest, aber dennoch elastisch
    • schadstoffarm
    • atmungsaktiv

Die Stiftung Warentest testet regelmäßig verschiedene Kinder- und Babybettmatratzen. Die

Testergebnisse liefern eine wertvolle Entscheidungshilfe für eine gute Matratze
.

  • Bettnestchen, Kissen, Kuscheltiere

Tagesmütter handhaben es meist so, wie es auch die Eltern zu Hause tun, damit das Kind nicht zu viel Neues um sich hat. Nestchen, Kopfkissen oder Kuscheltiere sind nicht unbedingt notwendig für einen Säugling. Braucht das Baby zum Einschlafen eine Hilfe, ist es sicherer, das Kuscheltier oder das Schmusetuch nach dem Einschlafen aus dem Bett zu entfernen. Manchmal kann es notwendig sein, beispielsweise während einer Erkältung, dass das Baby mit erhöhtem Kopf schlafen muss, um besser atmen zu können. Dann ist es sicherer, wenn das Baby nicht auf einem Kissen schläft. Ein Handtuch oder ein Kissen unter der Matratze kann ebenfalls für die notwendige Erhöhung sorgen. Weitere Tipps für einen gesunden Schlaf des Säuglings sind auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu finden.

  • Babydecke oder Schlafsack

Eine Daunendecke kann bei Säuglingen einen Hitzestau verursachen, außerdem besteht Erstickungsgefahr, wenn die Bettdecke über den Kopf rutscht. Daher sind Schlafsäcke ideal für die Kleinsten. Er darf allerdings nicht zu groß sein, sonst besteht die Gefahr, dass das Kind hineinrutscht. Es gibt für den Sommer und den Winter unterschiedlich dicke Schlafsäcke. Die ideale Größe hat der Schlafsack, wenn das Kind nach allen Seiten circa zehn Zentimeter Platz hat. Den Schlafsack können die Eltern dem Kind immer mitgeben, oder die Tagesmutter schafft sich einen Satz Schlafsäcke an, die sie selbst wäscht und immer wieder für ihre Schützlinge verwendet.

  • Die Spieluhr und das Mobile
Spieluhren zum Einschlafen
Spieluhren zum Einschlafen

Spieluhren mit ihren beruhigenden Klängen erleichtern Babys das Einschlafen. Schön ist es, wenn Babys bei ihrer Tagesmutter das gleiche Lied hören wie zu Hause in ihrem Bett. Dabei sollten an der Spieluhr keine verschluckbaren Kleinteile sein. Sie ist so am Bett zu befestigen, dass das Kleine sich nicht damit verletzen oder gar strangulieren kann. Wichtig ist, dass die Spieluhr nicht zu laut ist, denn dann könnte sie das Gegenteil bewirken und zu einer nervigen Geräuschquelle werden, die unter Umständen Babys Gehör schädigen kann. Die manuell aufziehbaren Spieluhren sind den elektronischen Varianten vorzuziehen. Manchmal sind die Spieluhren Bestandteil eines Mobiles, das mit verschiedenen kindgerechten Motiven für ein wenig Entertainment sorgt, bis die Kleinen einschlafen.

Unverzichtbares Zubehör für die Tagesmutter – das Babyphone

Da eine Tagesmutter nicht überall gleichzeitig sein kann, wird sie die schlafenden Kleinen alleine lassen. Damit ihr trotzdem nichts entgeht, ist ein Babyphone der ideale Begleiter, um die Kleinen immer „im Auge zu behalten“. Die Kinder anderer Eltern zu betreuen, ist eine enorme Verantwortung. Eine Tagesmutter will deshalb in jedem Moment sicherstellen, das Kind gut zu betreuen.

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